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Andreas Maier
Candide oder eine Rede über den Optimismus
Meinen ersten Selbstmordversuch unternahm ich mit siebzehn Jahren, er stand in keinem direkten Zusammenhang mit dem "Candide" von Voltaire. Den "Candide" las ich einige Wochen später, nicht als Remedium, nicht als Medizin, sondern einfach so, weil mich der Begriff Optimismus so entgeisterte. Aber kurz zu meinem Selbstmordversuch. Er war natürlich lächerlich. Ich sprang von einem kleinen Felsen, dem einzigen, den unsere Landschaft, die Wetterau, zu bieten hat, und ich brach mir nicht einmal ein Bein, ich holte mir einen Meniskusschaden, also eine typische Sportverletzung. Das stimmte mich, um auf Voltaire zurückzukommen, nicht sonderlich optimistisch.
Neulich habe ich irgendwo den Satz gelesen, wenn man sich dazu entschlossen hat, Schluß zu machen, geht es einem gleich viel besser. So war es damals nicht. Meine erste Todeserfahrung war aber nicht dieser Sprung, sondern war rein abstrakter Natur und trat etwa ein Jahr vorher an mich heran. Meine erste Todeserfahrung bestand kurz gesagt darin, daß mir klar wurde, daß ich sterben würde. Ja, ich würde sterben, entweder in sechzig Jahren oder morgen, in sechzig Jahren war wahrscheinlich, morgen war nicht ganz so wahrscheinlich, aber auch wahrscheinlich. Hinter allem wurde es schwarz für mich.In meinem ersten Roman wird irgendwo gesagt, daß es darauf ankomme, seine Begriffe aufzulösen. Mir lösten sich damals nicht nur die Begriffe auf. Mir lösten sich sogar die Anschauungen auf. Wenn ein Auto an mich heranfuhr, dann wurde es größer, es wuchs. Ich fand dieses Wachsen plötzlich irgendwie schief, irgendwie zu verwinkelt, wie ein blödes Kunstprodukt, wie ein blöder Trick. Wie eine widerliche Blase, die aufgeblasen wird. Ich sage das mit aller Distanz, ich bin heute siebenunddreißig. Wurzeln der Bäume, sehr seltsam. Das Geschlechtsteil der Mädchen, in dem man so herummachte, eine Gaukelei. Auch das war nicht mehr natürlich. Es schien alles eine völlig absurde Veranstaltung zu sein. Das war das Sein. Hinter all dem lauerte das Nichts. Ich war kein Mann, kein Bub, ich war gar keine Person, ich war eine Art von Wahrnehmung, die zunehmend ohne Kategorien funktionierte, am Ende blieben nur noch zwei Kategorien, das Sein und das Nichts, das Ja und das Nein, und hinter jedem Ja folgte das Nein als sein logischer Gegenpol. Bitte, erwarten Sie hier keine konsistenten philosophischen Gedanken, ich rede über einen Sechzehnjährigen.
Kurzum, ich traute weder der Natur noch der menschlichen Perspektive, ich traute den drei Dimensionen nicht mehr, und der menschlichen Rede, für die offenbar alles natürlich und gewöhnlich war, traute ich schon gar nicht mehr. Den Selbstmordversuch unternahm ich übrigens nicht aus philosophischen Gründen, sondern wegen eines Mädchens namens Anke. Damals begann ich zu lesen. Alles, was ich las, rammte mich wie einen Pfahl tiefer ins Nichts, ins Nichtsein. Sartre, Camus, Faust, Frisch, das war so der Beginn. Denken Sie bitte nicht, ich sei damals ein Anhänger des Thomas Bernhardschen Verdikts gewesen, daß alles lächerlich sei, wenn man an den Tod denke. Nein, der Tod wurde mir damals selbst zu einer lächerlichen Veranstaltung, zu einem bloßen Schein von Normalem, zu einem Begriff wie Liebe oder Hunger. Was konnte ich damals hungern! Ich meine kein medizinales Fasten. Ich kannte auch hinduistische Mönche damals nicht. Aber daß Fasten, also Hungern, etwas mit der Wahrheit zu tun hatte, das war mir damals wohl schon vor aller Theorie völlig klar.Ich werde später noch auf den Tod zu sprechen kommen, aber bis dahin bedarf es noch einiger weiterer Selbstmordversuche. Also eins nach dem anderen.
Von meiner Umwelt konnte ich keine Antworten auf meine Fragen erwarten, denn diese Umwelt hatte offenbar andere Fragen. Fragen, die ich bis heute sehr skurril finde. Welchen Beruf soll ich ausüben? Zu welcher Bank soll ich gehen? Welche Lebensversicherung soll ich abschließen? Wohin soll der nächste Urlaub gehen? Antworten fand ich auch in der Literatur nicht. Aber darauf kommt es nicht an. Ich fand dort meine eigenen Fragen wieder, und ich sah dort die Antworten scheitern, und darauf kommt es an. Meine Fragen können nur scheitern. Sie können keine Antworten bekommen. Dazu sind sie ja da. Die Welt der Antworten, die finden Sie bei der AOK, bei Vodafone, bei der Tagesschau oder in der Welt der universitären Institute undsoweiter. Aber nicht in der Literatur. Die Literatur ist eine offene Wunde, die sich nie schließen läßt. Die Literatur ist eine Wunde und keine Heilung. Die Heilung, das, was alle da draußen haben, alle in der Weltnormalität, das ist genau unsere Wunde, die Wunde der Literatur.
Das bedeutet nichts anderes, als daß wir/ich an den Lesern, am Publikum verzweifeln. Ich werde mit einem Preis ausgezeichnet, ich bekomme Geld, warum sollte ich da verzweifeln? Ich verzweifle ja auch gar nicht. Ich halte eine Rede. Eine Rede über den Optimismus. Vielleicht verzweifle ich heute abend, vielleicht schon nachher um zwei beim Mittagessen, aber jetzt verzweifle ich nicht. Candide oder eine Rede über den Optimismus.
Darf ich sagen, daß der "Candide" mir damals, als ich am Meniskus laborierte, gar nicht gefiel? Im "Candide" werden größtmögliche Übel beschrieben. Der Siebenjährige Krieg, ich zitiere aus einer Übersetzung. Da wird Candide, ohne daß er weiß, wie ihm geschieht, zum Spießrutenlauf gebeten. "Alle Muskeln und Nerven vom Nacken bis zum Hintern lagen bloß. Als er den dritten Gang antreten sollte und nicht mehr konnte, erbat er sich die Gnade aus, erschossen zu werden." Über seine Geliebte heißt es lakonisch: "Bulgarische Soldaten schlitzten ihr den Bauch auf, nachdem sie sie etliche Male vergewaltigt hatten. Dem Baron, der ihr beistehen wollte, schossen sie eine Kugel durch den Kopf."
Also kurz, größtmögliche Übel werden beschrieben. Gegen mein damaliges Schülerdasein in Friedberg in der Wetterau offenbar unvergleichliche Übel. Aber vielleicht auch gerade deshalb als Staffage spürbar. Grimmelshausens Schilderung des Dreißigjährigen Krieges hat etwas Echtes, Voltaire hat etwas Spielerisches.
Voltaire spielt die größtmöglichen Übel durch, wie auf dem Schachbrett. Ich sehe das heute sehr deutlich, ich sehe auch den Grund dafür, Voltaire will damit etwas Bestimmtes zeigen. Er will zeigen, daß wir nicht in der besten aller möglichen Welten leben, aber daß wir dennoch leben können, wenn wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Netter Gedanke. Lebendig wurde mir der Text dadurch damals allerdings nicht. Und was rede ich hier überhaupt von den größeren Übeln der damaligen Zeit? Ich las den "Candide" erstmals im Jahr 1984, sechs Millionen Menschen waren in unseren Lagern unterdessen umgekommen, und die bundesdeutsche Atomindustrie produzierte bereits fleißig Stoffe, die der Untergang von Gottes Schöpfung sind, sei es in fünftausend oder in fünfhunderttausend Jahren, oder in fünf. Aber das sind keine literaturbezüglichen Kriterien. Ich ahnte bloß, daß Tod und Leid im "Candide" nicht erfahren, sondern benutzt wurden, benutzt für philosophische Thesen.
Am Ende überleben übrigens so ziemlich alle bei Voltaire, und gegen Grimmelshausen, diesen deutschen Riesendichter, nimmt sich Voltaires "Candide" wirklich wie ein Lob der besten aller Welten, nämlich der Aufklärungswelten, aus. So dachte ich damals. Später milderte sich meine jugendphilosophische Begegnung mit dem Nichts ab, die in Wahrheit auch immer eine Sucht nach dem Nichts war. Das Nichts ist etwas Einheitliches, etwas formal Vollendetes, etwas Gewisses, es ist eben das Gegenteil des vollkommenen Seins und hat wahrscheinlich deshalb dieselben Eigenschaften. Es ist vollkommen. Meine Liebe zum Sein, meine Sucht nach dem Nichts, das war offenbar dasselbe.
Lassen Sie mich kurz meine weiteren Jahre nicht mit Voltaire und dem "Candide", sondern mit Goethe beschreiben. Das Werthersche Gefühlsgewühl ist mir bis heute geblieben, aber ich habe dennoch, völlig unabhängig davon, auch einen anderen Schritt mit Goethe vollzogen. Das hat etwas mit Goethes späterer Sicht auf die Natur zu tun. Je mehr Goethe die Landschaften erwandert, desto genauer setzt sich ihm die Natur vom Menschen ab. In den Briefen aus der Schweiz, zweite Abteilung, schreibt er: "Man fühlt tief, hier ist nichts Willkürliches, hier wirkt ein Alles langsam bewegendes, ewiges Gesetz." Der Mensch ist das Gewühl, der Mensch will immer, macht dies, macht das, bei ihm herrscht Willkür, in der Natur herrscht Notwendigkeit. So könnte man mit Goethe den Antagonismus formulieren. Willkür, dieses stetige Wollen, es nervt jeden Außenstehenden. Ihr Nachbar hört jeden Tag fern. Das ist ganz und gar unnötig. Es ist Willkür, Sie stören sich daran, sofern Sie nicht ein Eigentumshaus haben. Aber fegt der Regen über das Haus, oder legt der Schnee den Verkehr lahm, dann können Sie den Urheber nicht identifizieren, nicht personalisieren, nicht anklagen, und Sie wollen es auch gar nicht. Ich jedoch sehe den Antagonismus leider komplizierter.
Sehen Sie, mit den Jahren habe ich immer mehr die Vögel erkannt. Ich liebe Zaunkönige. Sehe ich ein Rotkehlchen, bin ich tendenziell glücklich. Aber auch wir sind Natur. Auch in uns waltet Notwendigkeit. Vorsicht jedoch, ich muß Sie gleich wieder enttäuschen. Das Schlafen und das Essen und der Beischlaf, die Weise, wie Sie nachher beim Sektempfang einen Schritt beiseite gehen werden, wenn jemand in ihrem Rücken steht, oder wie Sie Ihrer Nachbarin auf den Po starren werden, darin unterscheiden Sie sich nicht von den Enten am Teich oder von einer Elefantenherde. Darin sind Sie natürlich im Sinne von notwendig. Die Mimik, der Sprechton, alles das, was die Hunde so gut an uns verstehen, und auch andere Tiere, das ist an uns notwendig. Unser Auto ist es nicht. Es ist Willkür. Unsere Flugzeuge sind es nicht. Unsere Telefone sind es nicht, und das Plutonium, das durch den Lebensvollzug von Ihnen allen hier anfällt, täglich anfällt, ist es auch nicht. Das alles ist Willkür. Sie sehen, vor Ihnen steht ein Manichäer. So, und jetzt wären wir also beim Thema, beim Optimismus.
Es gibt etwas, das ich an einem Bacheslauf oder an einem Zaunkönig oder an einem Menschen für unendlich richtig halte; und es gibt etwas, was ich am Menschen, und nur an ihm, für unendlich falsch halte. Wir haben aus einer kreisförmigen Bewegung des Daseins eine lineare gemacht. Wir leben so, daß später kein Leben wie vor uns sein kann. Wir akzeptieren es täglich. Unser heutiger Lebensvollzug wird diese Welt auf Jahrhunderttausende hin, lassen Sie es mich euphemistisch sagen, prägen.
Ist Ihnen klar, was Plutonium ist? Ich frage die Frage und frage sie anschließend nicht noch einmal. Ist Ihnen klar, was Plutonium ist? Sind Sie schuldlos daran, daß dieses Zeug für Hunderttausende von Jahren jederzeit jede Wiese und jedes Rotkehlchen und jeden Bacheslauf verheeren wird, im Falle daß die von Menschen geschaffenen Vorrichtungen, die diesen Stoff von der Welt abschließen sollen, versagen? Haben Sie sich das mal überlegt, was es heißt, was es für Ihre Wiese und Ihren Heimatort und irgendwelche Lebewesen in fünfzehntausend Jahren, wenn es schon lang keine Heimatorte mehr gibt, bedeutet, was wir heute und in dieser Sekunde gerade hier tun? Ist das Manichäismus?Genug davon. Kurz, ich lernte die Natur lieben und die Menschen hassen. Das heißt, ich liebte auch die Menschen, ich liebte weiterhin die Frauen, ich aß gerne, ich trank und trinke immer noch mit Vorliebe Apfelwein, aber ich weiß, daß das alles an einem seidenen Faden hängt, der reißen wird, sei es heute oder später. Und wir haben alles, jede Wiese und jedes Rotkehlchen, an diesen seidenen Faden gehängt. Wofür? Für die angebliche Bequemlichkeit unserer Wohnungen, für das Laufen unserer Computer, für unsere Stadtbeleuchtungen.
Bin ich ein Manichäer? Ein Manichäer sieht gute und böse Mächte in der Welt walten. Nein, ich sehe das nicht. Ich sehe Besseres und Schlechteres. Ich sehe nicht, daß ein Rotkehlchen oder ein Fuchs oder ein Pferd oder auch ein Löwe, der als besonders schlimmes, aggressives Tier gilt, unter uns stehen soll. Sie lassen die Welt in Frieden, wir nicht. Noch mal, manches an uns ist ganz normal, anderes ist grauenhaft. Das Grauenhafteste an uns ist, daß wir uns für normal halten. Normal an uns ist aber nur das, was wir an uns nicht mehr wahrnehmen, weil wir es vergessen haben. Mimik, Körpersprache, Nahrungsverhalten, Liebe, Haß, Geschlechtstrieb, oder zum Beispiel daß ich, wie ich hier vor Ihnen stehe, ganz und gar vergessen habe, in welcher Haltung sich meine Füße gerade befinden.
Ein Fink weiß nichts über sich beim Besteigen der Finkfrau, und wie ich hier vor Ihnen stehe, Entschuldigung, weiß ich auch nicht. Das ist normal. Daß Sie alle mit ihren Autos nach Hause fahren und nachher den Fernseher anstellen und heute abend Strom aus Kraftwerken beziehen werden für Ihr Essen, und daß Sie über Ostern nach Indonesien fliegen, das ist nicht normal, und es führt in die Katastrophe. Ihr Spiegelei wird in Jahrhunderttausenden abbezahlt sein. Entschuldigung, es ist so. Wir halten Bordellbesuche für verwerflich, aber nicht die Atomwirtschaft. Das ist die Welt, in der wir leben.
Goethes Naturerhabenheit, ja, wie gerne hätte ich sie noch heute, wenn es da nicht diesen "selbstgestrickten" seidenen Faden gäbe. Der Satz, es könne nach Auschwitz keine Gedichte mehr geben, ist bedenkenswert. Der Satz, es könne keine Naturlyrik geben, nämlich weil sie ein Leugnen beinhaltet, leider auch. Kein Rotkehlchen ist jemals mehr einfach ein Rotkehlchen. Wir müssen für die nächsten Hunderttausende von Jahren Stoffe von der Welt fernhalten, machen Sie sich das klar. Ihnen und mir kann es freilich egal sein, was in hunderttausend Jahren sein wird. Aber das ist das schweinischste Verhalten, das man sich überhaupt nur vorstellen kann.
Ich bin kein Manichäer, ich bin Christ. Was wir hier machen, täglich, stündlich, minütlich, ist Sünde, ein anderes Wort kann es dafür nicht geben. Kein Tier kann in seinem ganzen Leben soviel Schuld auf sich laden wie wir in jeder Sekunde. Also, es fehlen noch zwei Selbstmordversuche.
Im Jahr 1982 habe ich wieder so einen seltsamen Versuch unternommen. Ich habe ein Messer genommen und, wie Lucretia, in meine Brust gerammt. Ich habe es tief in diese Brust hineingerammt, ich kann es bezeugen. Ich hatte einen Schock und wurde ohnmächtig. So fand man mich. Ich hatte den Schock bloß wegen des Messers. Sie werden es vielleicht nicht glauben, wenn Sie das nur aus dem Fernseher kennen; man kann sich tatsächlich ein Messer in die linke Brust rammen, ohne daß irgendwas passiert.
Zum Schluß habe ich mich zu ersaufen versucht, in der Ostsee, nicht wegen der bundesdeutschen Atomindustrie, sondern wieder wegen eines Mädchens, sie hieß Minka. Auch hier kann ich nur sagen: Gehen Sie mal in die Ostsee, versuchen Sie sich mal zu ersaufen! Sie müssen unter Wasser durchatmen, also Wasser schnappen. Aber was, wenn Sie einfach gesperrt sind? Ich habe dieses verdammte Wasser einfach nicht eingesogen. Ich bin fünf Meter runtergetaucht, aber dann war ich doch immer wieder oben. So kann es gehen. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich rede hier über Literatur. Literatur muß fürchterlich sein, denn das Leben ist fürchterlicher, und am fürchterlichsten sind die Menschen. Aber wir werden nicht verzweifeln.
Manchmal sage ich zu meiner Freundin, manchmal sage ich zu ihr, wenn wir vor so einem Castorbehälter stehen, der seinen Deckel nur einen Spaltbreit öffnen muß, um uns und Abertausende andere umzubringen... manchmal sage ich ihr, wir werden sterben, aber vorher sollten wir feiern. Wir können durch Al Qaida sterben, durch die Atomwirtschaft, durch ein Auto, durch eine Krankheit. Mein Gott, sterben, wir werden sowieso sterben. Aber solange wir leben, sollten wir feiern. Und wenn wir durchs Feiern selbst sterben? Das wäre vielleicht eine gute Wahl.
Dankesrede zur Verleihung des ersten Mindener Candide-Preises. Der Schriftsteller Andreas Maier wurde 1967 in Bad Nauheim geboren. Er lebt und arbeitet in Frankfurt und in der Wetterau, wo sein erster Roman "Wäldchestag" spielt. Maier veröffentlichte zuletzt im Suhrkamp Verlag den Roman "Klausen".
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